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Indonesia

Bajawa, Flores

Auf Flores wurde ein Jahrhundert lang Kaffee angebaut, ohne dass außerhalb Indonesiens jemand etwas davon mitbekam – weil es keine Möglichkeit gab, ihn von der Insel zu transportieren.

Süß und voll, mit Schokolade, Tabak und einer sanften Säure dunkler Früchte – schwerer als Bali, sauberer als Sumatra.

Grown at 1.200–1.600 m above sea level.

Was ihn besonders macht

Bajawa liegt auf einem Vulkanplateau im Zentrum von Flores in Ostindonesien und wird von Kleinerzeugern des Ngada-Volkes im Schatten angebaut. Sein Kaffee gelangte erst in den letzten zwei Jahrzehnten auf internationale Märkte, als endlich die nötige Aufbereitungs- und Exportinfrastruktur geschaffen wurde.

Im Vergleich mit Kintamani, Bali

Zwei gewaschene Kaffees aus Ostindonesien, die beide mit der Sumatra-Tradition des Nassschälens brechen. Bali ist spritziger und zitrusbetonter; Flores ist schwerer und hat Noten dunkler Früchte. Beide sind eine wunderbare Bereicherung, wenn man bei indonesischem Kaffee bisher nur an Erde und Zeder gedacht hat.

Wie der Ort den Geschmack prägt

  1. Soil: Junge Vulkanböden auf einem aktiven Vulkanplateau

    Sehr fruchtbar und gut durchlässig – unterstützt den vollen Körper, für den Kaffee aus Flores bekannt ist.

  2. Altitude: 1.200–1.600 m

    Gute Anbauhöhe, die dem Kaffee mehr Struktur verleiht, als nassgeschälte Sumatra-Kaffees gewöhnlich behalten.

  3. Processing: Überwiegend fully washed, anders als in weiten Teilen Indonesiens

    Gewaschene Aufbereitung statt Wet-Hulling sorgt für ein klareres Tassenprofil und bewahrt die Säure dunkler Früchte – dieselbe Abweichung, die auch Bali von Sumatra unterscheidet.

  4. Shade: Schattenanbau in den Gärten von Kleinerzeugern

    Verlangsamt die Reifung und fördert die Süße in einem Anbausystem, in dem Kaffee neben Nahrungspflanzen wächst.

Die Insel, die nicht exportieren konnte

Kaffee wächst auf Flores seit der Kolonialzeit. Doch die Insel ist selbst für indonesische Verhältnisse abgelegen, und die meiste Zeit gab es weder Nassmühlen noch Sortieranlagen oder Exportwege für Specialty-Qualitäten. Entwicklungsprogramme und Investitionen von Kaffeeeinkäufern ab Anfang der 2000er-Jahre schufen die fehlende Infrastruktur. So entwickelte sich Flores innerhalb eines Jahrzehnts vom rein lokalen Markt zu einer gefragten Herkunft. Wie in Timor-Leste oder Ruanda lag das Hindernis nie am Terroir selbst.

Zubereitung

Vollmundig und süß: gut im Filter, sehr gut als Espresso. Fehlertoleranter in der Zubereitung als spritzige gewaschene Herkünfte.

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