Brazil
Chapada Diamantina
Die Menschen kamen in diese Berge, um nach Diamanten zu suchen. Geblieben ist Kaffee — auf Höhenlagen, die man im Rest Brasiliens kaum findet.
Süßer und lebendiger als typischer brasilianischer Kaffee, mit Zitrusnoten, Karamell und Steinobst über der vertrauten Schokoladenbasis.
Grown at 900–1.200 m above sea level.
Was ihn besonders macht
Chapada Diamantina ist ein Hochplateau in Bahia, weit nördlich von Brasiliens traditionellem Kaffeegürtel und deutlich höher gelegen als Cerrado. Kühle Nächte auf dieser Breite verleihen dem Kaffee eine Säure, die man bei brasilianischem Kaffee sonst vergebens sucht.
Im Vergleich mit Cerrado Mineiro
Beide sind eher flache, mechanisierbare brasilianische Hochebenen, doch Chapada liegt höher und ist kühler. Cerrado liefert verlässliche Schokoladen- und Nussnoten; Chapada bietet dieselbe Basis, ergänzt durch Zitrusfrüchte und Steinobst. Wenn dich ein brasilianischer Kaffee je mit Säure überrascht hat, stammte er höchstwahrscheinlich aus Bahia.
Wie der Ort den Geschmack prägt
Altitude: 900–1,200 m auf einem Hochplateau in Bahia
Höher und kühler als die meisten Anbaugebiete Brasiliens – das sorgt für eine echte Säure, die Chapada-Lots vom Landesdurchschnitt abhebt.
Temperature: Auffällige Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht auf dem Plateau
Kühle Nächte verlangsamen die Reifung und bauen eine zitrische Frische auf, die man von brasilianischem Kaffee sonst kaum kennt.
Rain & humidity: Eine ausgeprägte Trockenzeit, Bewässerung ist weit verbreitet
Zuverlässig trockenes Erntewetter begünstigt die Natural-Aufbereitung; Bewässerung wird häufig eingesetzt, um die Blüte in der trockeneren Region zu steuern.
Processing: Natural und Pulped Natural, zunehmend mit sorgfältiger Lot-Trennung
Der brasilianische Standard, angewendet auf Kirschen mit mehr Fruchtsäure – weshalb Chapada Naturals wirklich fruchtig sein können statt nur süß.
Nach den Diamanten
Die Chapada war im 19. Jahrhundert ein Diamantenfördergebiet, und die verbliebenen Städte entstanden durch diesen Handel. Heute ist ein Großteil der Region Nationalpark. Der Kaffee hielt erst vergleichsweise spät Einzug und traf auf Bedingungen, die für Brasilien ungewöhnlich sind: hoch gelegen, kühl, mit ausgeprägten Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. Seither liefert Bahia brasilianischen Kaffee, der so gar nicht schmeckt, wie Käufer es von Brasilien erwarten.
Zubereitung
Süßer und lebendiger als die meisten brasilianischen Kaffees — deshalb schmeckt er als Filterkaffee ebenso wie als Espresso. Dennoch sehr gutmütig in der Zubereitung.
Trinkst du gerade einen davon?
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